»Meet SI« bringt zahlreiche Interessierte in ausführlichen Austausch mit Soroptimist International
Soroptimist International (SI) Lauterbach-Vogelsberg hatte zu einem offenen Informationsabend unter dem Titel „Meet SI“ in den Hörsaal des alten Amtsgerichts eingeladen. Der SI-Club Lauterbach-Vogelsberg stellte seine Arbeit, Projekte und Ziele vor und lud zum Gespräch mit den Clubmitgliedern ein. Initiiert von Programmdirektorin Claudia Rivinius hatte der SI-Club damit ein Veranstaltungs-Format entwickelt, das eine ideale Mischung von Information und Austausch für alle Interessierten bot.
Club-Präsidentin Dr. Dorle Grünewald-Funk begrüßte im ersten Impulsbeitrag des Abends die zahlreichen Besucherinnen und stellte sowohl die Arbeit von Soroptimist International generell als auch die des SI-Clubs Lauterbach-Vogelsberg im Speziellen ausführlich vor. Drei Dinge seien dabei auf jeder Ebene in besonderer Art vernetzt: Gesellschaftliches Engagement, berufliche Kompetenz und ein bereicherndes Miteinander. Mit 34 Mitgliedern sei der Club Lauterbach-Vogelsberg eine starke Gemeinschaft mit breiter beruflicher Vielfalt, die durch das gleiche Ziel verbunden sei: Die nachhaltige Verbesserung der Lebensbedingungen von Frauen und Mädchen. Dr. Grünewald-Funk wies auch auf die besondere Strahlkraft des Clubs hin, der sowohl die aktuelle SI-Deutschland Präsidentin, Susanne Bolduan als auch die Schriftführerin auf SI-Bundesebene, Dr. Barbara Peters in seinen Reihen hat. Gerade diese Vernetzung von lokaler, nationaler und internationaler Aktivität und Wirksamkeit sei eine der tragenden Strukturen einer der weltweit größten Organisationen berufstätiger Frauen.
Susanne Bolduan richtete in ihrer Rede das Augenmerk u.a. auf die Perspektiven, die SI mit seiner beachtlichen Größe bietet: In 1.200 Clubs bzw. durch 34.000 Soroptimistinnen allein in Europa würde eine enorme Vielfalt von Themen bewusst gemacht, um Rechte von Frauen und Mädchen in die öffentliche Diskussion zu bringen und konkrete Veränderungen vor Ort zu schaffen. Im soroptimistischen Netzwerk käme nicht nur gesellschaftspolitische Relevanz zum Tragen, sondern auch individuelle Kreativität. Persönliche Verantwortung könne durch die Übernahme eines Amtes auf jeder Ebene eingebracht werden - sogar weltweit, denn SI sei u.a. in UN-Gremien und im Europarat repräsentiert. An jedem Ort sei es so möglich, als Soroptimistin gesellschaftspolitische Entwicklungen voranzubringen: in einem regional arbeitenden Club und einer weltweit vertretenen Organisation, die sich dafür einsetzt, dass jede Frau und jedes Mädchen ein selbstbestimmtes Leben führen kann.
Konkretisierend und auf ganz persönlicher Ebene wurden die vorgestellten SI-Inhalte und -Charakteristika im folgenden Dialogforum deutlich, das von Imke Grünewald und Claudia Rivinius souverän moderiert wurde. Andrea Ruppel, Sonja Seeger, Dr. Barbara Peters und Gerhild Hoos-Jacob standen den Moderatorinnen ”Rede und Antwort“ auf zahlreiche Fragen zu Motivation, Engagement sowie dem individuellen Mehrwert, den SI für jede Einzelne böte. Die Panel-Teilnehmerinnen eröffneten den interessierten Zuhörerinnen dabei ganz individuelle Perspektiven, die viele der bereits gehörten soroptimistischen Inhalte sehr greifbar, ja sogar spürbar machten. Es wurde für die Besucherinnen des Abends deutlich, dass der zunächst noch theoretisch umrissene Überbau im „SI-Alltag“ auch praktisch umgesetzt und gelebt wird. Unterschiede in Alter, Dauer der Mitgliedschaft bei SI oder beruflichem Status haben dabei keinen Einfluss auf die erlebte Qualität, die eine aktive Mitarbeit bei SI jeder Einzelnen bietet. So unterschiedlich die Antworten und Perspektiven auch waren, so authentisch, echt und geerdet charakterisierten sie die Organisation, der Ruppel, Seeger, Peters und Hoos-Jacob bereits seit zwei, vier oder 16 Jahren angehören.
Entscheidungsfindungen fänden „unglaublich demokratisch“ statt – jede habe eine gleichberechtigte Stimme und die Möglichkeit, sich auf mehreren Ebenen gesellschaftspolitisch zu engagieren. Diese enorme Selbstwirksamkeit schaffe auch persönliches Wachstum. Gerade die Veranstaltungen zur Internationalen Frauenwoche brächten den Zusammenhang von Frauenrechten, Demokratie und Frieden sehr ins Bewusstsein. Auch mit den „Orange Days“ gegen Gewalt an Frauen würden Themen aufgegriffen, die sonst selten oder gar nicht in die Öffentlichkeit vor Ort gelangten; die zugehörigen Aktionen könnten Verhältnisse verändern.
Der Benefiz-Adventskalender sei ein überzeugendes und begehrtes Produkt, das sichtbar mache, welches Maß an Qualität und Professionalität der Club ehrenamtlich umsetze. Anders als in gemischten Vereinen seien die meisten Frauen aktiv, und zwar überparteilich und überkonfessionell. Jede könne sich persönlich einbringen und auf diese Weise „mit dem Zusammen bewegen“, denn als Einzelne wäre die Umsetzung der Themen in öffentlich wirksame Veranstaltungen nicht möglich. Gerade die gute Mischung unterschiedlicher beruflicher Herkünfte der Frauen sei inspirierend und das Zusammenwirken von Engagement und Geselligkeit mache „einfach auch sehr viel Spaß“. Selbst Frauen, die erst kürzlich dem SI-Club beigetreten sind, können in einem Amt oder einer Arbeitsgruppe unmittelbar Wertschätzung durch andere Clubschwestern oder eine erfolgreiche Veranstaltung erleben.
Den Besucherinnen wurde im Anschluss an „Themen-Tischen“ die Gelegenheit gegeben, sich ausführlich mit den SI-Mitgliedern auszutauschen. An den Tischen zu den „Orange Days“ gegen Gewalt an Frauen, zum SI-Adventskalender und dem Thema „Wasser ≠ selbstverständlich“, dem Amtszeit-Motto der Clubpräsidentin Dr. Grünewald-Funk, fanden sich viele Frauen ein. Es entwickelten sich angeregte Gesprächsrunden, die tatsächlich die Zeit vergessen ließen und so endete die Veranstaltung erst nach 22:00 Uhr. Eine der Besucherinnen kommentierte den Informationsabend als für sie so wertig, dass sie ihn einem „sturmfreien Abend zuhause“ vorgezogen habe. Eine Aussage, die sehr gut zu SI passt, denn trotz der Herausforderungen zwischen Familie und Beruf wurde dem Engagement und Austausch bei SI während des Dialogforums eine „bereichernde Energie“ attestiert.
Dem Veranstaltungsmotto „Entdecken, wie Engagement Wirkung entfaltet“ konnte man im Lauf des Abends quasi zusehen – am Ende hatte es sich in ein „Erleben, dass Engagement Wirkung entfaltet“ verwandelt.
Wer die Veranstaltung verpasst hat und Kontakt zu SI Lauterbach-Vogelsberg aufnehmen möchte, kann dies über die Website www.si-club-lauterbach-vogelsberg.de nachholen.
Fotos: SI/Deibel
Informationsabend in Lauterbach für alle Interessierten
Soroptimist International (SI) Lauterbach-Vogelsberg lädt am 23. Juni 2026 um 19:30 Uhr zu einem offenen Informationsabend unter dem Titel „Meet SI“ in den Hörsaal des alten Amtsgerichts, Königsberger Str. 8, in Lauterbach ein.
Unter dem Motto „Entdecken, wie Engagement Wirkung entfaltet“ stellt der SI-Club Lauterbach-Vogelsberg seine Arbeit, Projekte und Ziele vor. Im Mittelpunkt stehen das Engagement für Bildung, Chancengleichheit, Selbstbestimmung und gesellschaftliche Verantwortung sowie die Netzwerkmöglichkeiten von Soroptimist International – lokal in Lauterbach, überregional und weltweit.
Teil des Abends ist ein Dialogforum mit Mitgliedern des SI-Clubs. Dabei geht es um Motivation, konkrete Projekte, die Wirkung gemeinsamer Initiativen und die Frage, wie Frauen durch Austausch, berufliche Vielfalt und gemeinsames Engagement gesellschaftliche Akzente setzen können. Eingeladen sind alle, die sich für die Arbeit des SI-Clubs interessieren.
Soroptimist International Lauterbach-Vogelsberg freut sich auf den Austausch mit allen, die Soroptimist International und den Lauterbacher Club kennenlernen möchten.
Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Foto: Uli Mayer, umwerbephotographie
Der SI-Club Lauterbach-Vogelsberg heißt alle Interessierten willkommen.